Ich bewahre sie auf in einem Schubfach meines Schreibtisches, das ich nie öffne, ich erinnere mich nicht an sie, ich lese sie nicht mehr. Ich bleibe mit mir selbst hinter ihnen zurück, ich eile ihnen voraus wie ein Langstreckenläufer seinem Verfolger. Ich wünschte sie nie geöffnet zu haben. Sie sind mir im Wege.
Ich verfluche die Geschwindigkeit auf dem Luftweg, die zugeschnürten Säcke in den Postabteilen der Züge, ich verfluche Züge, die sie beförderten und die Ungeduld, die mich plagte, während sie noch unterwegs zu mir waren. Jeder Brief
gehört dem Augenblick, da eine Hand ihn ergreift, ein Augenpaar die Schrift auf dem Umschlag ertastet, schon steckt man ihn wieder weg, in die Manteltasche, da wo er hingehört, befühlt ihn im Gehen; und dann
beginnt es zu schneien, das, was wir die Wirklichkeit nennen. Ich könnte dir morgen das Gedicht hier schicken, und es würde dir sagen, daß Schnee gefallen ist. Was nützte es dir. Vergangenheit
und Zukunft existieren nicht, sagt im Fernsehn der Physiker, man könne da nur von einer Folge von Augenblicken sprechen, ich laufe zum Schreibtisch herüber, dir in die Arme.
Volker Sielaff
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أحتفظ بها في درجِ في طاولة المكتب لا أفتحه لا أتذكرها لا أقرؤها أقف هنا بصحبتي خلفها أسبقها كعدّاء يطارده الخصم أتمنى لو لم أفتحها لما كانت الآن تعترض طريقي
ألعن سرعة النقل الجويّ ألعن الرزم المربوطة في عربات البريد ألعن القطارات التي كانت تجر العربات وألعن نفاد صبري حين كانت لا تزال في الطريق
كل رسالة تنتمي إلى اللحظة التي تنتهزها فيها يد وتقفز عينان فوق عنوانها أدسها ثانية في جيب المعطف كما يليق بها أتحسسها في الطريق ثم يهطل الثلج الذي نسميه واقعاً
أستطيع الآن أن أبعث لكِ بالقصيد وفيه أنّ الثلج هطل ما جدوى ذلك؟ الماضي والمستقبل لا وجود لهما كما يقول الفيزيائي المتلفز ليس الأمرسوى سلسلة من اللحظات أعود أدراجي إلى طاولة المكتب إليك
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